Klassenlektüren 9. Schuljahr

Von jeder Klassenlektüre findest du ein Ansichtsexemplar in der Mediothek.

Ein Leseexemplar kannst du bei der Mediothekarin verlangen.

Lektüren Geschichtliche Themen

Die Suche

Eric Heuvel, Ruud, van der Rol, Lies Schippers, Schroedel 2010, 61 Seiten

 

Inhalt:

«Die Suche» ist ein Comic, der einem didaktischen Konzept folgt. Die Geschichte von "Die Suche" beginnt in der Gegenwart. Die Leserinnen und Leser erfahren aus der Perspektive der Enkel vom Schicksal einer fiktiven jüdischen Familie, die in das Konzentrationslager Auschwitz-Birkenau deportiert wurde. Dabei werden historische Fakten und Hintergründe des Holocaust erläutert.

Die fiktionale Familiengeschichte in "Die Suche" beruht auf tatsächlichen Ereignissen und Schicksalen. Ihre Protagonisten verkörpern gesellschaftliche Rollen: Opfer, Helfer, Zuschauer und Täter. Deren Perspektiven und ihr Handeln stehen im Mittelpunkt der Geschichte wie auch der vertiefenden Aufgaben für den Unterricht.

 

Zusatzmaterialien: Eine Unterrichtshilfe zur Lektüre ist ebenfalls ausleihbar.


Anne Frank Tagebuch

Otto Frank, Fischer 2010 (16. Aufl.), 316 Seiten

 

Inhalt:

Die Familie Frank wird mit vier weiteren Menschen im Hinterhaus des väterlichen Geschäfts in der Prinsengracht 263 in Amsterdam von den holländischen Angestellten der Firma versteckt und versorgt. In ihrem Tagebuch beschreibt Anne Frank das Leben im Versteck sowie tagespolitische Ereignisse. Das Zusammenleben von acht Menschen auf engstem Raum und die sich daraus ergebenden Konflikte schildert sie ebenso wie ihre eigenen Krisen.Am 1. August schreib Anne das letzte Man in ihr Tagebuch.Zusätzliche Infos: Am 4. August wurde das Versteck verraten. Die dort Verborgenen werden von der Sicherheitspolizei verhaftet und deportiert. Anne Frank kommt mit ihrer Schwester über das Arbeitslager Westerbork in das Vernichtungslager Auschwitz und dann in das KZ Bergen-Belsen. Im März 1945, einige Wochen vor der Befreiung stirbt Anne Frank im KZ Bergen-Belsen an Typhus.Als Einziger überlebt ihr Vater Otto Frank den Holocaust und veröffentlicht in der Folge das Tagebuch seiner Tochter Anne. Das Versteck kann heute noch besichtigt werden und ist weltberühmt.

 

Ausleihbare Zusatzmaterialien:

  • Literaturkartei
  • Sachbuch „Anne Frank“ (Klassensatz von 22 Stk.)
  • Hörbuch über das Leben der Anne Frank

 

Link zur Webseite "Anne-Frank-Zentrum"

 

Link zu Fragen/Antworten zum Buch

 

Link zu den Antolin-Fragen

 

 

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Lektionsreihe
zum Anne-Frank-Tagebuch
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Damals war es Friedrich

Hans Peter Richter, dtv 1995, 40. Aufl., 171 Seiten

 

Inhalt:

In der Geschichte wird von den Erlebnissen aus der Kindheit zweier sehr guter Freunde erzählt. Einer von beiden, Friedrich, ist Jude. Sie wohnen im gleichen Mietshaus und gehen in dieselbe Klasse. Sie verbringen sehr viel Zeit miteinander und jeder ist in der Familie des anderen daheim. Von Kapitel zu Kapitel spitzt sich die Situation der Auswirkungen des Nationalsozialismus zu. Anfangs geschieht dies nur schleichend, beispielsweise in judenfeindlichen Äußerungen des Vermieters oder des Großvaters. Doch mit der Zeit werden die Probleme und Anfeindungen für Friedrich. Die Freunde können sich nur noch heimlich treffen. Nach dem Tod der Mutter und der Verhaftung des Vaters muss Friedrich flüchten und untertauchen. Letztendlich stirbt auch Friedrich bei einem Luftangriff.

 

Themen: 2. Weltkrieg, Holocaust, Freundschaft, Verrat

 

Zusatzmaterialien: 

Zur Klassenlektüre ist eine Literaturkartei des Verlages An der Ruhr ausleihbar.

 

Link zum Lesequiz

 

Link zu den Antolin-Fragen

 

Hörbuch: 1. Kapitel:


Einmal

Morris Gleitzman, Carlsen 2010, 187 Seiten

 

Inhalt: 

Der 9-jährige Felix lebt in einem polnischen Waisenhaus. Seine Eltern haben ihn vor drei Jahren abgegeben, um ihn vor dem Holocaust zu bewahren, denn Felix ist Jude. Er selber weiss davon nichts und glaubt daran, dass die Eltern nur ein paar Probleme mit ihrem Buchladen lösen müssen, bevor sie ihn wieder abholen kommen.

Als eines Tages Männer mit Armbinden das Waisenhaus stürmen und jüdische Bücher verbrennen, beginnt der Junge zu ahnen, dass Schlimmeres droht. Er reisst aus, um seine Eltern zu warnen. Unterwegs Unterwegs rettet er die kleine Zelda, deren jüdische Familie ermordet worden sind. Zelda weiss nichts davon und Felix lässt ihr und sich selber die Hoffnung auf ein Wiedersehen, indem er Zelda erfundene Geschichten erzählt. Die gemeinsame Reise führt die Kinder zu weiteren Begegnungen, bis sie jemanden finden, der sie bei sich aufnimmt.

 

Der Roman besticht durch seine einfache, kindliche Sprache und Weltanschauung. Dem Autor gelingt es damit, auch dem Lesenden die Augen Stück für Stück zu öffnen und die Grausamkeit dieser schweren Zeit zu erkennen. 

 

Zum Buch ist ein Antolin-Lesequiz vorhanden.

 

 

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Zusatzmaterialien
zur Klassenlektüre "Einmal" von Morris Gleitzman
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Es geschah im Nachbarhaus

Willi Fährmann, Arena 2009, 174 Seiten

 

Inhalt:

Der Autor schildert, wie Ende des 19. Jahrhunderts in einer kleinen Stadt am Rhein durch grundlosen Hass und Vorurteile eine unschuldige Familie um ihre Existenz gebracht wurde. Die Stadt wird aus ihrem Alltagstrott aufgeschreckt - ein Kind ist ermordet worden. Weil man den Verbrecher nicht sofort findet, wird von einigen Böswilligen der Verdacht auf den jüdischen Viehhändler Waldhoff gelenkt. Ein wahres Kesseltreiben beginnt, bei dem selbst die Gutwilligen aus Feigheit schweigend zusehen. Nur ein halbwüchsiger Junge wagt es, gegen den Strom zu schwimmen; er hält die unerschütterliche Freundschaft zu dem Sohn des Verdächtigen. Die geschilderten Ereignisse beruhen auf einem tatsächlichen Kriminalfall und sie haben uns allen etwas zu sagen: Jugendlichen und Erwachsenen.

 
Das Buch spielt nicht zur Zeit des 2. Weltkrieges, behandelt aber viele identische Themen: Hetzjagd, Schuld-Unschuld, Freundschaft
 
Zusatzmaterialien:
 
Das Buch kann auch als Hörbuch ausgeliehen werden. 
 
Link zu den Antolin-Fragen

 

 


Die Welle

Morton Rhue, Ravensburger 2008 (Original 1981), 186 Seiten

 

Inhalt:

 

Wie entsteht Faschismus? 
Ein junger Lehrer entschließt sich zu einem ungewöhnlichen Experiment. Er möchte seinen Schülern beweisen, dass Anfälligkeit für faschistoides Handeln und Denken immer und überall vorhanden ist. Doch die "Bewegung", die er auslöst, droht ihn und sein Vorhaben zu überrollen: Das Experiment gerät außer Kontrolle. 

 

Der Roman »Die Welle« zeigt anhand einer modernen Darstellung auf, wie einfach es ist, Menschen zu manipulieren und für eine Idee zu begeistern. Es werden Parallelen zur Hitler-Partei NSDAP und ihren Methoden gezogen. Es wird klar, wie nur ein Mensch eine ganze Masse für sich gewinnen und den Menschen seine Ideologie einflößen konnte. Vor allem Menschen mit mangelnder Selbstsicherheit und ohne festes Lebensziel finden sich in einer solchen Organisation wieder, da sie durch das Gruppen- und Gleichheitsgefühl Anerkennung finden. Morton Rhues Werk »Die Welle« macht darauf aufmerksam, dass man die von einer Diktatur ausgehende Gefahr auch heute nicht unterschätzen sollte.

Der Roman »Die Welle« beruht auf einer wahren Begebenheit. Das im Buch geschilderte Experiment gab es wirklich und wurde im Jahre 1967 unter dem Namen »The Third Wave« vom Geschichtslehrer Ron Jones an der »Cubberly High School« im kalifornischen Palo Alto durchgeführt.

 

Zusatzmaterialien zum Ausleihen:

  • Unterrichtsmaterialien
  • Film (alte und neue Verfilmung)
  • Hörspiel zum Film

 

Lesequiz

 

Antolin-Fragen


Lilly unter den Linden

Anne C. Voorhoeve, 285 S. , Ravensburger 2004

 

Inhalt: Eine Geschichte über eine ungewöhnliche Flucht in die DDR. Die dreizehnjährige Lilly hat nach dem Tod der Mutter nur noch ein Ziel: Sie will von Hamburg nach Jena in die DDR ziehen, wo ihre Tante mit Familie wohnt. Doch dazu gilt es im Jahr 1988 noch mehr zu überwinden als die deutsch-deutsche Mauer… Eine ungewöhnliches Familien-Story, das ein Stück junger deutscher Zeitgeschichte beleuchtet.

 

Zusatzmaterialien zum Ausleihen:

  • Spielfilm (ganzer Film ausleihbar, Ausschnitte auf Youtube)
  • Unterrichtsmaterialien

 

Antolin-Fragen

 

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Unterrichtsmaterialien zu Lilly unter den Linden
Ravensburger-Verlag
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Weitere Themen

Crazy

Benjamin Lebert, Goldmann 2001, 175 Seiten

 

Inhalt: 

Der 16-jährige Benjamin Lebert lernt nach fünfmaligem Schulwechsel das Leben im Internat Schloss Neuseelen und damit seine 5 späteren Freunde kennen. Auf dieser Schule soll er nun endlich die 8. Klasse bestehen und das Abitur ablegen. Obwohl Benjamin eine halbseitige Lähmung hat und er sich selbst öffentlich als „Krüppel“ bezeichnet, findet er schnell Anschluss. Das geschilderte Leben spielt sich jedoch nach dem Unterricht ab. Der Leser erlebt Jugendliche denen die alltägliche Langeweile verleidet ist und die auf Abenteuer, auf neue Erfahrungen hoffen. Sie sind neugierig und wollen das Leben kennen lernen. Der Reiz, etwas Skurriles, Tabuisiertes oder gar Verbotenes zu tun, begleitet die Jugendlichen. Sie besuchen eine Sexualtherapeutin, steigen nachts über die Feuerleiter in die Mädchenflure, feiern Partys und reißen letztendlich aus dem Internat aus, um in der Metropole München ein Striplokal zu besuchen. Crazy zeigt Jugendliche, die sich im Prozess des Erwachsenwerdens befinden. Sie stellen Fragen nach dem Sinn des Lebens und philosophieren über Mädchen, Angst, Tapferkeit und Freundschaft.

 

Der autobiografische Roman des 16-jährigen Benjamin Lebert ist

mit erstaunlicher Wärme, großem Witz und einer guten Portion Selbstironie geschrieben.

 

 

Themen: Erwachsenwerden, Behinderung, Sexualität, Freundschaft, Lebenssinn, Pubertät, Leben im Internat

 

Zusatzmaterialien: Eine Literaturkartei und ein Spielfilm sind in der Mediothek ausleihbar.

 

Link zu den Antolin-Fragen

 

 

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Leseprobe
zur Klassenlektüre "Crazy" von Benjamin Lebert
leseprobe crazy.pdf
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Sklaven und Herren

Klaus-Peter Wolf, ArsEdition 2007, 192 Seiten

 

Inhalt:

Etwas stimmte nicht. Tim Sommerfeld drückte sich mit beiden Armen von der Decke hoch und blickte zum Sprungturm. Dort stand Klaus Sträußen, der Klassensprecher der 5 C. Er sah aus wie ein Häufchen Elend. Die Schultern nach vorn gebeugt, den Kopf eingezogen, als befürchtete er, von hinten geschlagen zu werden. Er hatte einen leichten Sonnenbrand auf den Oberarmen und offensichtlich panische Angst.

Tim und seine Freunde sind besorgt: Im Schwimmbad häufen sich seltsame Vorfälle, die scheinbar nichts miteinander zu tun haben. Geht es um Geld oder um Drogen? Als sie nachforschen, müssen die vier Freunde erkennen, dass die Wahrheit viel schlimmer ist, als sie vermutet haben. Und sie selbst werden immer tiefer in den Strudel der Ereignisse herein gezogen …

 

Themen: Thriller, Mobbing, Erpressung unter Jugendlichen, Macht

 

Link zu den Antolin-Fragen

 

Link zur Hörprobe des Romans

 

Link zu Bericht über Fernsehfilm

 

Zusatzmaterialien zum Ausleihen:

  • Unterrichtsmaterialien zur Lektüre
  • Fernsehfilm "Sklaven und Herren"
  • Hörbuch

 


Tschick

Wolfgang Herrendorf, Rowohlt 2012, 256 Seiten

Inhalt: Mutter in der Entzugsklinik, Vater mit Assistentin auf Geschäftsreise: Maik Klingenberg wird die großen Ferien allein am Pool der elterlichen Villa verbringen. Doch dann kreuzt Tschick mit dem gestohlenen Lada auf. Tschick, eigentlich Andrej Tschichatschow, kommt aus einem der Asi-Hochhäuser in Hellersdorf, hat es von der Förderschule irgendwie bis aufs Gymnasium geschafft und wirkt doch nicht gerade wie das Musterbeispiel der Integration. Und damit beginnt eine Reise ohne Karte und Kompass durch die sommerglühende deutsche Provinz...

 

 

Hinweis: Dieser Titel wird im Sprachlehrmittel "Die Sprachstarken 9" thematisiert.

 

Link zum Lesequiz von ZKL

 

Link zur Materialmappe des Deutschen Theaters

 

Link zum Filmheft Tschick

 

Link zu Unterrichtsmaterialien Tschick in einfacher Sprache

 

Weitere downloadbare Unterrichtsmaterialien auf dem Server bzw. ausleihbar in der Mediothek.

 

Zusätzlich ausleihbar: DVD «Tschick» - Film von Fatih Akin


Lektüre-Klassiker

 

Andorra

Max Frisch, Suhrkamp 2008, 126 Seiten

 

Inhalt:

Can ist Lehrer in dem fiktiven Staat Andorra. Nachdem er mit einer Frau aus dem faschistischen Nachbarstaat der "Schwarzen" ein uneheliches Kind gezeugt hat, befürchtet er, von seinen Mitbürgern verachtet zu werden. Deshalb gibt er vor, es handle sich um ein Judenkind, das er vor den Antisemiten in Schutz genommen habe.

Die Menschen finden ihre Klischees über Juden bestätigt, und der Junge Andri übernimmt schließlich das Bild, das sie sich von ihm machen. Dass Can ihm verbietet, seine Tochter Barblin zu heiraten, kann sich Andri auch nur dadurch erklären, dass er sich für einen Juden hält, denn er ahnt nicht, dass Barblin seine Halbschwester ist.

Seine leibliche Mutter wird bei einem Besuch in Andorra durch einen Steinwurf getötet. Niemand anderes als Andri könne der Mörder sein, glauben die Andorraner. 
Als der Pfarrer Andri verrät, wer er wirklich ist, kann dieser sich inzwischen nicht mehr vorstellen, ein Andorraner zu sein und beharrt auf der falschen Identität. Die "Schwarzen", die wegen des Mordes einmarschiert sind, suchen nach Juden unter den Andorranern ("Judenschau") und identifizieren Andri als solchen. Da hilft es nichts mehr, dass Barblin schwört, Andri sei kein Jude, sondern ihr Bruder. Sie wird als "Judenhure" verhöhnt. Man führt Andri ab und tötet ihn. Der Lehrer erhängt sich in der Schule. Barblin wird verrückt.

 

Das Buch ist nur für ausserordentlich interessierte Schülerinnen und Schüler geeignet. Es empfiehlt sich, diese Lektüre eng zu begleiten.


Der Besuch der alten Dame

Friedrich Dürrenmatt, Diogenes 1998, 155 Seiten

 

Inhalt:

Nachdem Claire durch Eheschließungen reich geworden ist, kommt sie nach 45 Jahren erstmals wieder in ihre Geburtsstadt Güllen. Beim offiziellen Empfang durch den Bürgermeister verspricht sie der Gemeinde eine Milliarde – unter einer Bedingung, dass Alfred Ill, der sie damals mit ihrem Kind hatte sitzen lassen, zur Rechenschaft gezogen wird ...

 


Die tragische Komödie von Dürrenmatt ist eine anspruchsvolle Lektüre. Zur Vereinfachung steht ein Spielfilm zur Verfügung.

 


Farm der Tiere

Georg Orwell, Diogenes 1982, 132 Seiten

 

Inhalt: 

Mr. Jones ist der Besitzer einer Farm – der Herrenfarm – auf der viele Tiere leben. Die Tiere haben bei ihm kein einfaches Leben: Mr. Jones beutet sie aus, lässt sie zu hart arbeiten und zu wenig essen. Bald macht sich eine große Unzufriedenheit unter den Tieren breit. Aus diesem Grund beruft ein alter Keiler namens Old Major eines Tages alle Tiere zu einer Versammlung ein und berichtet ihnen von einer Vision, die ihm kürzlich im Traum erschienen war: Er träumte davon, die Menschen zu vertreiben, die Knechtschaft der Tiere aufzuheben und ihnen alle Produkte ihrer Arbeit zukommen zu lassen, so dass sie nie wieder Hunger leiden müssen. Doch kurz darauf stirbt Old Major und die Schweine Schneeball und Napoleon übernehmen die Führung. Unter ihrer Leitung wird eine Revolution auf der Farm durchgeführt und Mr. Jones vertrieben. Die Tiere sind nun frei, benennen die Herrenfarm in die Farm der Tiere um und stellen sieben Regeln für ihr künftige Zusammenleben auf, allen voran die wichtigste Regel: „Alle Tiere sind gleich“.
Aber die Vision von Old Major wird nicht dauerhaft verwirklicht, denn schon nach kurzer Zeit müssen die Tiere sich erneut unterdrücken lassen, diesmal jedoch nicht von Menschen, sondern von ihren Artgenossen...

 

Die Fabel von Georg Orwell gehört bei vielen Lehrpersonen zum Pflichtstoff. Es stehen Kopiervorlagen zum Ausleihen bereit.

 

 

Kleider machen Leute

Gottfried Keller, Klett 2006 

 

Inhalt: 

Die Geschichte "Kleider machen Leute" handelt von einem verarmten Schneider aus Seldwyl, der wegen Zahlungseinstellung seinen Job verliert und nach Goldach, einer kleinen Stadt, auswandert. Auf dem Weg dorthin kommt eine Grafenkutsche an ihm vorbei, deren Kutscher ihn mit nach Goldach nimmt. Als er dort ankommt, hat sofort die ganze Stadt den Wagen umringt. Alle sind gespannt, wer aus dieser Kutsche wohl heraus kommt....

 

Die beliebte Klassenlektüre kann durch zahlreiche Zusatzmaterialien ergänzt und modern präsentiert werden:

 

  • Spielfilm
  • Literaturkartei aus dem Verlag An der Ruhr
  • Literaturseiten und div. Ideen zum Einsatz der Lektüre im Unterricht
  • Parallelen zum Film "Catch me, if you can" aus dem Lehrmittel Lesewelten 1

Der Kleine Prinz

Antoine de Saint-Exupéry, Arche 2001, 91 Seiten

 

Inhalt:

In der afrikanischen Wüste ist ein Flugzeug notgelandet. Besorgt macht sich der Pilot Antoine an die schwierige Reparatur des Motors, als plötzlich ein kleines, höchst ungewöhnliches Kerlchen neben ihm steht: der Kleine Prinz. Eigentlich wohnt der Kleine Prinz weit weg, auf einem Planeten, der kaum größer ist als er selbst. Dort besitzt er eine Blume und drei kleine Vulkane, die er jeden Tag sorgfältig fegt. Er fühlt sich wohl und sehr geborgen auf seinem Planeten. Trotzdem ist der Kleine Prinz eines Tages aufgebrochen, um mehr von der Welt zu erfahren. 

Er reist von Planet zu Planet und trifft auf sehr sonderbare Gestalten: einen herrschsüchtigen König, eine eitle junge Frau, einen Säufer, einen arbeitssamen Laternenanzünder, einen ernsten Geschäftsmann und einen wichtigtuerischen Geographen. Auf der Suche nach den Menschen landet er schließlich mitten in der Sahara. Er schüttelt sein goldenes Haar im Wind. Und siehe da! Der Kleine Prinz findet in der Wüste einen Freund, den Piloten, dem er viele, viele Fragen stellt und lange von seinen Abenteuern erzählt, so auch, wie er einen Fuchs gezähmt und zu seinem Freund gemacht hat. Doch irgendwann wünscht er sich nichts sehnlicher, als wieder zurückzukehren auf seinen klitzekleinen Planeten, wo die Blume und seine drei Vulkane auf ihn warten.

 

Mit über 150 Übersetzungen zählt „Der Kleine Prinz“ nach der Bibel und dem Koran zum meistübersetzten Buch der Welt. Nicht nur in allen großen Sprachen Europas, Asiens, Afrikas und Amerikas finden wir den Kleinen Prinzen wieder, sondern auch in Sprachen, die nur von einem kleinen Kreis gesprochen werden.

 

Zur Lektüre sind folgende Zusatzmaterialien ausleihbar:

 

  • Literaturkartei
  • Hörbuch

 

 


Die Physiker

Friedrich Dürrenmatt, Diogenes 1980, 87 Seiten

 

Inhalt: 

Die Tragikomödie „ Die Physiker“ wurde 1961 vom Schweizer Friedrich Dürrenmatt geschrieben und 1962 erstmals in Zürich aufgeführt. Sie spielt zu Zeit des Kalten Krieges zwischen den Westmächten, der USA und des Ostblocks, der Sowjetunion und teilt sich in zwei Akte auf, die in einer psychiatrischen Klinik spielen.

Die drei Hauptcharaktere Johann Wilhelm Möbius, Herbert Georg Beutler und Ernst Heinrich Ernesti sind drei angebliche Physiker, die in einer psychiatrischen Klinik leben und vorgeben eine psychische Störung zu haben. Die Handlung vollzieht sich in der Villa „Les Cerisiers“, in der nur die drei Patienten leben. Im Verlauf des 1. Aktes kommt es zu Morden an den Krankenschwestern.

Überraschenderweise stellt sich im 2. Akt heraus, dass die Direktorin Zahnd die einzige Geisteskranke unter ihnen ist. Sie gibt zu selbst seit Jahren mit König Salomo Gespräche zu führen und die Krankenschwestern gegen die drei Insassen aufgehetzt zu haben. 


In seinem Werk zieht der Autor einen Vergleich zu der internationalen Weltlage in den 60er Jahren zur Zeit des Kalten Krieges. Er geht auf die Macht und Gefahren der modernen Forschung und erinnert an die Verantwortung der Wissenschaft für die Menschheit. 
Das Drama behandelt auch moralische Aspekte wie die Tatsache, dass der Physiker Möbius sich freiwillig in die Psychiatrie einweisen lässt, um eine kollektive Katastrophe zu verhindern.

 

Die Lektüre ist sehr anspruchsvoll. Eine Verwendung auf der Sek1-Stufe ist nur bei sehr interessierten Klassen angezeigt.

 

Zusatzmaterialien:

  • Hörspiel
  • Literaturkartei

Der Richter und sein Henker

Friedrich Dürrenmatt, Diogenes 1985, 181 Seiten

 

Inhalt: 

Da auf der ersten Seite ein Mordopfer entdeckt wird, glaubt der Leser, dass es in "Der Richter und sein Henker" um die Aufklärung der Tat und die Überführung des Verbrechers geht. Aber Kriminalkommissar Bärlach, der die Ermittlungen leitet, weiß von Anfang an, wer der Mörder ist und verfolgt ein ganz anderes Ziel ... 

 

Zur Lektüre stehe folgende Zusatzmaterialien zur Ausleihe bereit:

 

  • Lesequiz
  • Comic
  • Literaturkartei
  • Spielfilm

Die schwarze Spinne

Jeremias Gotthelf, dtv 2007, 144 Seiten

 

Inhalt:

Die Novelle beginnt mit einer Tauffeier auf einem Bauernhof, in deren Verlauf ein paar Gäste vor dem Haus spazieren gehen. Dabei fällt der Taufpatin auf, dass an dem Neubau des Bauernhofes ein alter, schwarzer Fensterpfosten mit eingebaut worden ist. Auf ihr Bitten hin erzählt der Großvater, was es mit dem Pfosten auf sich hat.

Eingebettet in diese idyllisch angelegte Rahmenerzählung werden alte Sagen zu einer gleichnishaften Erzählung über christlich-humanistische Vorstellungen von Gut und Böse verarbeitet. Die Novelle ist unterteilt in die am Anfang auftretende Rahmenhandlung, die jedoch später zur Binnenhandlung übertritt.
Zuerst kaum beachtet, gilt diese Erzählung bei vielen Literaturkritikern als eines der Meisterwerke des deutschen Biedermeier. 

 

Zusatzmaterialien:

  • Kopiervorlagen aus Schularena
  • Spielfilm aus dem Jahr 1983

 


Der Verdacht 

Friedrich Dürrenmatt, Diogenes 1985, 120 Seiten

 

Inhalt:

Der Kriminalroman "Der Verdacht" von Friedrich Dürrenmatt spielt im Jahre 1948 und berichtet, wie Kommissär Bärlach aufgrund eines Verdachtes die dunkle Vergangenheit eines Arztes aufdeckt.

 

Zusätzlich ausleihbar: 

  • Hörbuch